• Zecken bei Hund und Katze

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Zecken bei Hund und Katze: Das müssen Sie wissen

Zecken sind auch für Hunde und Katzen problematisch: Erfahren Sie warum und wie Sie Ihr Tier schützen können 

Zecken sind kleine Spinnentiere, die vor allem im hohen Gras und an Sträuchern anzutreffen sind. Dort werden sie von vorbeikommenden potenziellen Wirten abgestreift. Warum, dass auch für Hunde und Katzen problematisch ist, soll im Folgenden erläutert werden.

Warum sind Zecken gefährlich? 

Zecken saugen Blut, um sich zu vermehren und Eier zu legen. Aus den gelegten Eiern schlüpfen Larven. Diese entwickeln sich nach einer weiteren Blutmahlzeit (= Hämatophagie) zu sogenannten Nymphen, die ebenfalls das Blut eines Wirts saugen und sich nach Häutung zu erwachsenen Tieren entwickeln. Insbesondere die weiblichen Zecken benötigen dann weiteres Blut zur Entwicklung ihrer Eier. Hat sich ein Weibchen mit Blut vollgesogen, hat es ein kirschkerngroßes Anhängsel, das die Zecke leicht sichtbar macht. Anschließend fällt die Zecke vom Wirt ab, legt ihre Eier und verstirbt.

Der Biss einer Zecke ruft zunächst einmal Juckreiz häufig hervor. Mit jeder Blutmahlzeit gelangt allerdings auch der Speichel der Zecke in den Bisskanal. Sind in diesem Speichel Krankheitserreger enthalten, können diese auf den Wirt übertragen werden und ernsthafte Krankheiten auslösen. Für deutsche Katzen und Hunde sind vor allem die folgenden drei Zeckenarten relevant: 

1. Der Gemeine Holzbock aus der Familie der Schildzecken (Ixodes ricinus): Der Gemeine Holzbock ist von März bis Juni sowie September bis November aktiv. Diese Zeckenart überträgt vor allem die sogenannte Lyme-Borreliose. Schätzungen zufolge sind 20 bis 30 Prozent des Gemeinen Holzbocks mit Borrelien infiziert. Aber auch eine Anaplasmose kann von diesen Zecken übertragen werden.

2. Die Buntzecke/Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus): Buntzecken werden aktiv, sobald die Außentemperatur mehr als 7° Celsius beträgt. Sie sind daher von Februar bis Dezember anzutreffen. Sie gelten als Überträger der Lyme-Borreliose, Ehrlichiose und Babesiose.

3. Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus): Die Braune Hundezecke kommt zwar in Deutschland seltener vor, ist dafür aber ganzjährig aktiv. Denn bei kühleren Temperaturen kann sich diese Zeckenart anders als andere Vertreter auch in Häusern aufhalten. Die Zeckenart überträgt Erreger der sogenannten Ehrlichiose.

Generell sind Hunde häufiger von zeckenübertragenen Infektionserkrankungen betroffen als Katzen. Aber was macht diese Krankheiten aus und woran erkennt Ihr Tierarzt diese? 

Lyme-Borreliose (Lymekrankheit)

Schildzecken übertragen bestimmte Bakterien (Borrelia burgdorferi), die eine Lyme-Borreliose auslösen. Viele Zecken in Deutschland haben sich mit diesen Bakterien über ihre Blutmahlzeiten infiziert und können den Erreger auch auf Mensch und Haustier übertragen. Eine Übertragung von Hund oder Katze auf den Menschen wird von Experten ausgeschlossen. Eine Lyme-Borreliose wird aufgrund der langen Inkubationszeit (= Zeitraum zwischen Ansteckung und Austreten erster Beschwerden) von mehreren Monaten in vielen Fällen nur schwer vom Tierarzt erkannt. Typische Anzeichen der Erkrankung sind Fieberschübe, Erschöpfung und Appetitlosigkeit.

Anaplasmose 

Insbesondere der Gemeine Holzbock überträgt die in ganz Europa vorkommenden Anaplasmen (Anaplasma phagocytophilum). Diese Bakterien verursachen eine Infektionskrankheit, die Tierärzte als Anaplasmose bezeichnen. Eine Anaplasmose geht mit sehr unterschiedlichen Symptomen einher. So kann sich die Erkrankung anhand von Lustlosigkeit, mangelnder Fresslust, blassen Schleimhäuten, Fieber, Lahmheit aufgrund von Gelenkentzündungen sowie Erbrechen und Durchfall äußern. Aufgrund des unspezifischen Krankheitsbilds fällt es dem Tierarzt nicht immer leicht, die Infektion zu erkennen. Betroffen sind in erster Linie Hunde. Katzen infizieren sich zwar mit dem Erreger und ihr Immunsystem bildet auch Antikörper aus, sie zeigen in aller Regel aber keine Symptome. 

Babesiose

Infizierte Auwaldzecken übertragen Babesien (Babesia canis). Hier führt die Infektion zu einer sogenannten Babesiose. Die Bakterien nisten sich in den roten Blutkörperchen des betroffenen Tieres ein und zerstören diese. Nach einer Infektion mit Babesien zeigen sich nach einigen Wochen bis Monaten erste Symptome wie wiederholte Fieberschübe, Blutarmut, Gewichtsverlust, rot-brauner Urin sowie in einigen Fällen Gelbsucht. Die Tiere wirken zudem abgeschlagen und fressen schlecht.

Auch diese Erkrankung tritt häufiger bei Hunden auf. Katzen können aber auch erkranken, wenn ihr Immunsystem geschwächt ist. Dies ist beispielsweise bei FIV (Katzen-HIV) oder FeLV (Katzen-Leukämie) der Fall. Problematisch ist, dass ein erkrankter Hund auch andere Hunde infizieren kann, wenn es über Bisswunden oder Transfusionen zu einem Blutkontakt kommt.

Ehrlichiose

Braune Hundezecken und Auwaldzecken können zudem Ehrlichia canis übertragen. Das Bakterium befällt die weißen Blutkörperchen und löst die Infektionserkrankung Ehrlichiose aus. Katzen sind in aller Regel selten von einer Ehrlichiose betroffen. Die Beschwerden sind davon abhängig, ob eine Ehrlichiose akut oder chronisch verläuft. Generell zeigen sich Fieber, eine erhöhte Blutungsneigung sowie verdickte Lymphknoten. Das erkrankte Tier frisst zudem schlecht und verliert an Gewicht. Bei einem chronischen Verlauf sind zusätzlich Organe wie Augen oder Nieren sowie Muskeln und Nerven betroffen. Auch sogenannte subklinische Verläufe, bei welchen sich keine Symptome zeigen, können beobachtet werden.

Diagnose und Behandlung

Ihr Tierarzt kann in vielen Fällen bereits anhand des Beschwerdebilds erkennen, welche Erkrankung vorliegt. Abgesichert wird die Diagnose anhand einer Blutuntersuchung und/oder eines Antikörpertests.

Kann der Tierarzt frühzeitig eine Therapie einleiten, kann das infizierte Tier in aller Regel vollständig genesen. Hierzu werden dem Tier für mehrere Tage Antibiotika verabreicht. Liegt eine Blutarmut vor, kann der Tierarzt zudem eine Bluttransfusion vornehmen. Zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten kommen zudem Infusionen zur Anwendung.

Das können Sie im Notfall tun – Erste Hilfe!

Überprüfen Sie Ihren Hund oder Ihre Katze nach jedem Ausflug im Freien auf Zecken. Verwenden Sie hierzu am besten eine spezielle Zeckenzange. Schieben Sie die um die Zecke liegenden Haare weg, um die Zecke freizulegen. Setzen Sie die Zeckenzange direkt an der Haut an und entfernen Sie vorsichtig die Zecke. Vermeiden Sie ein Quetschen, da in diesem Fall potenzielle Krankheitserreger in den Stichkanal gelangen können. Desinfizieren Sie die Stelle nicht vor der Zeckenentfernung, da Alkohole, aber auch Öle oder Äther, die Zecke lediglich dazu veranlassen, ihren Mageninhalt zu entleeren, was das Übertragungsrisiko erhöht.

Sollten Sie eine Zecke nicht komplett entfernt haben, können die noch in der Haut steckenden Reste Entzündungen auslösen. In aller Regel heilen diese problemlos ab. Sollte die Stelle nach der Zeckenentfernung nicht rasch ausheilen, wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt. Dies gilt natürlich auch, wenn Ihr Tier Krankheitssymptome zeigt.

Tipps zur Vermeidung

Daneben existieren eine Reihe von Präparaten wie Spot-on-Pipetten, Sprays, Halsbänder oder Tabletten, die einen Zeckenbiss verhindern oder schnell zu einem Absterben der Spinnentiere führen und so einer Infektion vorbeugen. Einige von diesen sind Kombinationspräparate, die zugleich auch gegen Flöhe schützen. Achten Sie bitte darauf, dass die Präparate immer für Hund oder Katze vorgesehen sind und entsprechend angewendet werden müssen. Einige der verwendeten Wirkstoffe sind für die jeweils andere Tierart giftig. Zudem erfordern Hunde und Katze aufgrund ihres unterschiedlichen Stoffwechsels und abweichenden Größe immer auch unterschiedliche Wirkstoffdosierungen.

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