• Fundtiere

Liebe Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer,

seit dem 27.4.2020 gilt in Rheinland-Pfalz eine Gesichtsmaskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen. 

Auch wir möchten Sie daher bitten, eine Maske zu tragen, wenn Sie mit Ihrem Tier zur Behandlung in unsere Klinik kommen.

Aufgrund der aktuellen Lage im Rahmen des SARS-CoV-2 haben auch wir Sicherheitsmaßnahmen getroffen und bitten Sie hierbei dringend um Ihre Mithilfe.

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Tier gefunden – Was ist zu tun?

Plötzlich sitzt ein kleines, hilfloses Kätzchen im Gras oder ein fremder Hund erweist sich als sehr anhänglich. Bei einem Fundtier sind viele Menschen ratlos. Vor allem, wer noch nie mit Katzen, Hunden, Kaninchen und Co. zu tun hatte, weiß in einer solchen Situation oft nicht, was zu tun ist. Mit den richtigen Ansprechpartnern lässt sich das Problem schnell lösen.

Die Vorgehensweise Schritt für Schritt

Wer ein Tier findet, bewahrt am besten die Ruhe und geht schrittweise vor. An erster Stelle steht die Sicherung des Tiers. Vor allem bei verletzten und verstörten Tieren ist das häufig problematisch. Kranke Tiere gehören unverzüglich in veterinärmedizinische Behandlung. In Notfällen ist unsere Tierklinik immer erreichbar.

Bei unverletzten Tieren ist es zuerst einmal wichtig, den Besitzer zu ermitteln. Manchmal befindet sich am Halsband ein Adressanhänger oder eine Hundesteuermarke. Mithilfe der vorhandenen Daten lässt sich der Besitzer schnell kontaktieren. Darüber hinaus sind viele Hunde und Katzen gechippt und im Idealfall registriert. Auch eine Tätowierung im Ohr informiert über die Herkunft des Tiers. Ist das Fundtier unverletzt sollte es nicht zum Tierarzt oder in die Tierklinik, sondern ins Tierheim bzw. zum Tierschutzverein. Diese können, wie auch das Ordnungsamt und die Polizei, den Chip auslesen. Außerhalb der Öffnungszeiten von Behörden kann ein Tierarzt angefahren werden.

Ist der Tierhalter weiterhin unbekannt, dann sind die Polizei, die Gemeinde oder der Tierschutzverein zu informieren. Wer im Umgang mit Tieren unsicher ist, ruft am besten sofort Hilfe. Die Polizei setzt sich zumeist mit dem örtlichen Tierschutzverein in Verbindung. Es dauert nicht lange, bis jemand kommt und den Fall übernimmt. Die Polizei weiß auch, wer für ein verletztes Wildtier zuständig ist und leitet dann alles in die Wege.

Der Hund als Fundtier

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern gibt es in Deutschland kaum herrenlose Hunde. Deshalb sind fast alle Hunde, die ohne menschliche Begleitung umherstreunen, Fundtiere. Zumeist handelt es sich um entlaufene, seltener um ausgesetzte Tiere. In manchen ländlichen Gegenden ist es zwar üblich, dass Hofhunde gelegentlich frei umherlaufen, das ist aber eher die Ausnahme als die Regel und zumeist sind die Tiere dorfbekannt. Treffen Sie einen Hund herrenlos an, ist davon auszugehen, dass es sich um ein entlaufenes oder ausgesetztes Tier handelt.

Manche Hunde reagieren in Stresssituationen aggressiv. Andere zeigen vermehrte Scheu und flüchten. Kommt der Hund nicht selbst auf einen zu, dann ist es sinnvoll, die Polizei oder den Tierschutzverein zu benachrichtigen. Die Hundeexperten verfügen über ausreichend Erfahrung im Einfangen entlaufener Tiere. Hektische Bewegungen, Einfangversuche oder ein Verfolgen des Tiers ist unbedingt zu vermeiden.

Sind alle freilaufenden Katzen Fundtiere?

Während bei einem streunenden Hund davon auszugehen ist, dass es sich um ein entlaufenes Tier handelt, sieht die Sache bei der Katze ganz anders aus. Hier gibt es verschiedene Situationen, die ein jeweils anderes Verhalten erfordern.

Die Freigängerkatze

Viele Katzen sind Freigänger. Es ist also völlig normal, dass sie ohne menschliche Begleitung draußen herumlaufen. Viele von ihnen sind zahm und lassen sich streicheln und füttern. Katzen sind Individualisten, die gerne mal länger wegbleiben und die Gelegenheit beim Schopf packen, wenn man sie mit Leckereien und Streicheleinheiten verwöhnt – sehr zum Leidwesen ihrer Besitzer, die die Tiere vermissen und sehnsüchtig auf sie warten. Wer also eine besitzerlose, gut genährte und gesunde Katze im Park, auf dem Spielplatz oder im Garten „findet“, sollte sie einfach in Ruhe lassen und auf keinen Fall anfüttern. Das Witzige: Häufig wohnt das Tier sogar in unmittelbarer Nachbarschaft oder nur einige Häuser weiter.

Die Fundkatze

Natürlich gibt es auch die klassische Fundkatze. Diese ist ihrem Besitzer entlaufen und befindet sich in großer Not. Abgemagerte, ungepflegte und kranke Katzen gehören immer in Obhut. Vielen Tieren sieht man an, dass sie schon längere Zeit unterwegs sind und ihr Zuhause vergeblich suchen. Katzen besitzen einen guten Orientierungssinn und finden zumeist von alleine wieder zurück. Es passiert aber leider recht häufig, dass Menschen Katzen einfach mitnehmen oder die Tiere unbemerkt in Fahrzeuge gelangen. So manch ein Postbote kann ein Lied davon singen.

Die ausgesetzte Katze

Leider passiert es immer wieder, dass Menschen ihre Katzen aussetzen. Die Tiere wirken oft sehr verstört, schließlich sind sie ein völlig anderes Leben gewohnt. Vor allem ausgesetzte Wohnungskatzen leiden unter der neuen Situation. Diese Katzen verhalten sich wie Fundtiere. Sie suchen die Nähe des Menschen, maunzen kläglich und wirken desorientiert. Sind sie bereits länger unterwegs, macht sich das am Ernährungs- und Pflegezustand bemerkbar. Das Fell wirkt stumpf und zerzaust, die Katze ist mager. Manche Tiere sind sehr ängstlich, reagieren panisch und lassen niemanden in ihre Nähe.

Die herrenlose Katze

Während nahezu jeder freilaufende Hund einem Besitzer zuzuordnen ist, gibt es auch in Deutschland zahlreiche herrenlose Katzen. Diese verhalten sich dem Menschen gegenüber zumeist sehr scheu und kommen im Normalfall auch alleine gut zurecht. Sie sind nachtaktiv und bleiben deshalb oft unbemerkt. Zutraulich werden sie in der Regel erst, wenn es ihnen sehr schlecht geht. Kranke und alte Tiere lassen sich dann anfassen. Frei geborene Katzen leben zum Beispiel auf Friedhöfen, in Schrebergärten, Parkanlagen und auf Resthöfen. Viele der krank aufgefundenen Katzen gehören auch Landwirten, die auf Nachfrage den Besitz verleugnen, um sich so vor der Verantwortung zu drücken. Die Gemeinden von der Zuständigkeit für diese Tiere zu überzeugen, ist oft schwierig.

Fazit: Sieht eine Katze gesund und wohlgenährt aus, brauchen Sie nichts zu unternehmen. Bitte füttern Sie das Tier auch dann nicht, wenn es darum bettelt. Katzen, die aus fremder Hand weder Zuwendung noch Futter erhalten, kehren zumeist von alleine wieder nach Hause zurück. Verletzte, kranke und unterernährte Tiere benötigen unsere Hilfe. Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie die Gemeinde oder das Tierheim oder stellen Sie die Katze in unserer Tierklinik vor.

So ist die Rechtslage

Wem eine Katze oder ein Hund zuläuft oder wer ein Kleintier findet, darf es nicht einfach behalten, ganz egal, wie niedlich es aussieht. Rein rechtlich ist das Tier immer noch eine Sache und somit theoretisch dem Fundamt der Gemeinde zu melden. Die Gemeinde ist verpflichtet, sich um das Tier zu kümmern und es zu versorgen. Da die Kommune in der Regel nicht über den Platz und die nötige Kompetenz verfügt, existiert zumeist ein Fundtiervertrag mit dem örtlichen Tierheim. In diesem Fall handelt es sich um den Frankenthaler Tierschutzverein.

Darf ich ein Fundtier behalten?

Wer ein Fundtier einfach so behält, ohne die zuständigen Stellen zu informieren, handelt gesetzeswidrig. Das Gesetz schreibt vor, dass das Tier dem rechtmäßigen Eigentümer innerhalb einer Frist von sechs Monaten auszuhändigen ist. Auch Tierheime geben Fundtiere vor Ablauf von sechs Monaten nur unter Vorbehalt ab. Meldet sich der Besitzer binnen eines halben Jahres nicht, dann darf der Finder das Tier auf Wunsch behalten. Hierfür erforderlich ist jedoch die vorherige Absprache mit der Gemeinde, die zumeist die Entscheidung den Verantwortlichen des Tierschutzvereins überlässt. Bietet der Finder dem Tier ein artgerechtes Zuhause, dann darf er seinen „Fund“ in der Regel behalten.

Was passiert mit verletzten Fundtieren?

Es kommt immer wieder vor, dass angefahrene Tiere am Straßenrand liegen oder verletzt aufgefunden werden. In diesem Fall bleibt für das übliche Meldeprozedere keine Zeit. Das Tier muss so schnell wie möglich in die Tierklinik. Unser Personal kümmert sich umgehend um den Patienten und erledigt gerne auch alle weiteren Formalitäten. Wer ein Fundtier in der Tierklinik abgibt, muss die Kosten hierfür nicht übernehmen. Die Kosten trägt entweder der zwischenzeitlich ermittelte Tierhalter oder die Gemeinde. Das gilt auch dann, wenn Sie das Tier selbst angefahren haben. Wer ein Tier anfährt und es verletzt liegen lässt, begeht Fahrerflucht und macht sich strafbar. Es ist nicht erforderlich, das Tier selbst in die Klinik zu bringen. Ein Anruf bei der Polizei genügt.

Natürlich informieren wir Sie auf Nachfrage gerne über den Zustand und Verbleib Ihres Fundtiers. In der Regel übernimmt der Frankenthaler Tierschutzverein vorerst den Patienten, insofern sich kein Besitzer ermitteln lässt.

Anfahrt

Kleintierklinik Frankenthal GmbH

Beindersheimer Str. 77
67227 Frankenthal

Tel. 06233 770820
Fax. 06233 7708229

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