• Gefahrenquelle Kippfenster

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Gefahrenquelle Kippfenster – Höchstes Risiko für die Katze

Eigentlich sind Kippfenster eine nützliche Einrichtung. Für Stubentiger können sie jedoch zu einer gefährlichen Falle werden.

Worin besteht die Gefahr?

Normalerweise stellen Kippfenster kein Problem dar. Anders kann es jedoch bei Katzenbesitzern aussehen.

Neugierige Stubentiger werden von den Fenstern geradezu magisch angezogen und geraten dabei oft in eine Falle, aus der sie sich nicht befreien können. Gerüche oder Geräusche von draußen erregen leicht die Wissbegier von Katzen. Versucht der Vierbeiner durch das gekippte Fenster zu schlüpfen, kommt es leicht vor, dass er in dem Spalt hängenbleibt und damit in eine Falle gerät. Meist geschieht das Hängenbleiben am Becken der Katze.

Versucht sie sich anschließend zu befreien, besteht das Risiko, dass sie noch tiefer in den Spalt rutscht und schließlich eingeklemmt wird.

Durch das Einklemmen drohen der Katze erhebliche Schädigungen wie Nerven-, Gewebe- oder Knochenverletzungen. Im schlimmsten Fall kann es zu Amputationen oder sogar zum Tod der Katze kommen.

Das Kippfenstersyndrom

Von einem Kippfenstersyndrom ist in der Tiermedizin die Rede, wenn ein Tier versucht, durch ein angekipptes Fenster zu gelangen, dabei steckenbleibt und sich verletzt. In den meisten Fällen sind Katzen davon betroffen.

Bleibt die Katze im Spalt des Kippfensters hängen, versucht sie sich sofort wieder aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Macht sie dabei aber ungünstige Bewegungen, rutscht sie bedingt durch ihr Körpergewicht immer tiefer in den Spalt hinein. Zwischen Rippenbogen und Becken kann es zu einem gravierenden Zusammendrücken des Körpers kommen.

Infolgedessen sind erhebliche Verletzungen durch Quetschungen von Organen und Geweben der Katze möglich. Unterhalb der eingeklemmten Körperstellen erfolgt oft eine unzureichende Blutversorgung. Ist der Vierbeiner für längere Zeit eingeklemmt, erhöht sich das Risiko von dauerhaften Schädigungen.

Bemerkbar macht sich ein Kippfenstersyndrom durch Lähmungen der hinteren Gliedmaßen. Die Beine der Katze sind häufig kalt, weil die Durchblutung gestört ist. Reaktionen auf Berührungen kommen erst spät oder sogar überhaupt nicht.

Des Weiteren drohen in den Gefäßen des Bauchraums der Katze Thrombosen (Blutgerinnsel). Ebenso können innere Organe wie Darm oder Harnblase in Mitleidenschaft gezogen werden. Als besonders bedenklich gelten Schädigungen der Nieren. Darüber hinaus können durch die versuchte Befreiung der Katze Knochenfrakturen an der Lendenwirbelsäule auftreten.

Diagnose und Behandlung des Kippfenstersyndroms

In den meisten Fällen entdeckt der Besitzer der Katze seinen Stubentiger eingeklemmt im Kippfensterspalt. So schnell wie möglich sollte dann ein Tierarzt oder eine Tierklinik aufgesucht werden, wo durch verschiedene Untersuchungen feststellt wird, ob es sich tatsächlich um ein Kippfenstersyndrom handelt.

Die Diagnose Kippfenstersyndrom ergibt sich in der Regel durch die Schilderungen des Katzenhalters sowie die Verletzungen im hinteren Körperbereich. Meist leidet die Katze unter Lähmungserscheinungen. Um festzustellen, ob Knochenbrüche bestehen, führt der Tierarzt bildgebende Verfahren durch wie eine Röntgenuntersuchung. Bei der Diagnose von inneren Verletzungen gibt eine Sonografie (Ultraschalluntersuchung) Aufschluss. Auch Untersuchungen des Urins der Katze können sinnvoll sein, um Beeinträchtigungen an den Nieren festzustellen.

Eine fachgerechte tierärztliche Behandlung ist bei einem Kippfenstersyndrom meist dringend erforderlich. Es kann sogar Lebensgefahr für das Tier bestehen, wenn es nicht zur rechten Zeit aus dem Fensterspalt befreit wird.

Die Katze sollte so vorsichtig wie es geht aus dem Spalt empor gehoben und möglichst wenig bewegt werden. Der Transport zum Tierarzt oder in die Tierklinik muss sehr schonend verlaufen. An Ort und Stelle erfolgt dann eine direkte Behandlung.

Die Therapie besteht zumeist aus der Gabe von Infusionen. Sie dienen zur Aufrechterhaltung der Nierenfunktionen. Darüber hinaus wirkt die Infusionslösung auch dem starken Schock entgegen, den die Katze beim Kippfenstersyndrom erleidet. Zur Linderung von Entzündungen erhält der Stubentiger entzündungshemmende Arzneimittel sowie Präparate, die Vitamin B enthalten.

Mitunter verabreicht der Tierarzt auch Spritzen mit Kortison. Das Mittel hilft nicht nur gegen Entzündungen, sondern geht auch gegen giftige Produkte des Stoffwechsels vor. Sie entstehen, weil aufgrund des Blutflusses auch Sauerstoff wieder in das Körpergewebe eingeführt wird. Nicht selten erhält der Vierbeiner zusätzlich ein starkes Schmerzmittel.

Nach den vorhandenen Verletzungen richtet sich die weitere Therapie. In manchen Fällen kann die Behandlung einige Monate in Anspruch nehmen.

Tierphysiotherapie

Um den Verlauf der Heilung schneller zu gestalten, finden oft tierphysiotherapeutische Maßnahmen statt. Sie wirken sich meist positiv auf den Genesungsprozess aus.

Durch die Tierphysiotherapie soll die Katze ihre Beweglichkeit wieder zurückerhalten. Die physiotherapeutischen Maßnahmen untergliedern sich in zwei Abschnitte. Der erste Abschnitt befasst sich mit der Massage der hinteren Gliedmaßen, um die Durchblutung der Muskeln zu stimulieren. Dabei lassen sich auch mögliche Verklebungen und Verkrampfungen des Gewebes lösen. Wie intensiv die Massagen ausfallen, richtet sich nach der Schmerzempfindlichkeit des Tieres.

Der zweite Abschnitt der Tierphysiotherapie beginnt, wenn die Schmerzen der Katze abgeklungen sind. Erster Schritt ist das Beugen und Strecken der Hinterpfoten durch den Physiotherapeuten. Diese Behandlung wirkt sich positiv auf die Gelenkbeweglichkeit aus.

Den nächsten Schritt bildet die aktive Bewegungstherapie. Durch den Therapeuten wird der Vierbeiner beim Gehen unterstützt. In der Regel versuchen die Katzen von selbst wieder zu laufen. Zur Behandlung setzt der Physiotherapeut die Katze in eine gepolsterte Box.

Das können Sie im Notfall tun – Erste Hilfe

Bei einer Einklemmung im Kippfenster ist schnelle Hilfe unerlässlich. Es ist jedoch Ruhe zu bewahren und Panik zu vermeiden.

Als Erste-Hilfe-Maßnahme ist es wichtig, das Tier sofort aus seiner schlimmen Lage zu befreien. Mit einer Hand unter der Katze wird der Vierbeiner fixiert und mit der anderen behutsam in die obere Richtung des Fensters gedrückt. Dabei muss der Stubentiger gut festgehalten und anschließend in eine Decke gewickelt werden.

Danach geht es umgehend in die Tierklinik. Auch wenn die Katze zunächst keine Schmerzen zeigt, kann sie unter starken Beschwerden leiden.

Tipps zur Vermeidung

Am besten ist es, ein Kippfenstersyndrom gar nicht erst auftreten zu lassen. Dabei können verschiedene Vorbeugemaßnahmen hilfreich sein.

Die beste Prävention ist, die Fenster überhaupt nicht zu kippen. Das Fenster sollte selbst dann nicht gekippt sein, wenn Sie selbst zu Hause sind. So hat mitunter schon eine Minute der Unaufmerksamkeit zur Folge, dass es zu einem tragischen Unfall kommt.

Wer auf gekippte Fenster nicht verzichten möchte, kann auf einen speziellen Kippfensterschutz zurückgreifen. Es werden unterschiedliche Schutzsysteme zum Anbringen am Fenster angeboten. Durch einen solchen Kippfensterschutz lässt sich das Risiko für die Katzen deutlich minimieren.

Darüber hinaus können die Fenster auch von außen gesichert werden. Dabei kommen ein Katzennetz oder ein Fliegengitter aus Metall zum Einsatz. Auf diese Weise werden die Räume gut gelüftet und die Katze ist sicher.

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